Alles andere als Langweilig: Business Mode 2.0

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Ein spießiger Vertriebler mit grauem Anzug und eng geschnürter Krawatte. Ein gängiges Bild, das durch die Köpfe geistert, wenn an diese Berufsbranche gedacht wird. Aber wer morgens mal durch die Stadt geht, in der Mittagspause nach rechts und links schaut, der wird bemerken, unter all diesen schick angezogenen Herrschaften befinden sich mit Sicherheit auch Menschen dieser oder ähnlicher Berufsgruppen. Der Business Casual Style ist längst nicht mehr nur für junge, hippe Menschen in Werbeagenturen. Nein: hochwertige Anzüge, low Sneaker und legere Hemden haben auch in den als langweilig und trist erachteten Berufen Einzug gehalten.

Mit Charme und Leistung kann jeder Punkten. Ganz klar. Fest steht aber auch, dass das äußere Erscheinungsbild zur Körpersprache gehört und deshalb eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie man von seinem Gegenüber wahrgenommen wird. Die Gesellschaft schreibt Werte und Normen vor, nicht nur in Bezug auf unser Verhalten sondern auch auf unser Aussehen. Zum Glück haben sich die älteren konservativen Vorschriften in Sachen Bürokleidung geändert wodurch Anzug und Krawatte längst nicht mehr das Idealbild eines erfolgreichen Geschäftsmannes darstellen.

Anzug ist nicht gleich Anzug

Das klassischste Kleidungsstück der Welt, der Anzug kommt niemals aus der Mode, ist vielseitig und mit der richtigen Wahl ein Garant für ein gutes Auftreten. Wer in seinem Job täglich einen Anzug tragen muss, der hat wahrscheinlich mehr als nur ein Exemplar in seinem Schrank hängen. Schließlich möchte niemand jeden Tag gleich aussehen sondern mit verschiedenen Varianten seine Persönlichkeit nach außen präsentieren.

Fest steht: Ein schwarzer Anzug ist tabu. In Europa ist es üblich einen schwarzen Anzug zur Beerdigungen zu tragen oder aber Nachts als Smoking. Auf keinen Fall im Berufsleben. Welche Farben absolut zeitlos sind und jedem Anzug seinen gewissen Look verleihen, sind dunkelblaue Ein-oder Zweireiher. Ebenfalls gilt ein Anzug aus dunkelgrauem Fresko als zeitlich unantastbares Kleidungsstück. Fällt die Wahl auf einen Enreiher aus leichterem Stoff, bietet sich als Kombination einer Weste an wodurch sich der Look automatisch hin in Richtung „british Style“ verändert.

Der Business casual style

Diejenigen, die nicht jeden Tag einen Anzug tragen müssen, haben etwas mehr Auswahl bei der Suche nach dem richtigen Outfit für den Büroalltag. Oftmals fällt in diesem Zusammenhang der Begriff „Business Casual“. Auf einmal war er da, der casual Look. Plötzlich trug jeder Businessmann Sneaker zu seiner Anzughose und auch sonst wurden Farben und Formen weniger formell. Aber was verstehen wir überhaupt unter dem Begriff „Business Casual“? Casual heißt einfach nur  „nicht wie im Beruf“. Also kein Anzug, keine spießige Kombi aus Hose und Hemd und auch keine zu eng geschnürten Krawatten zu den hektisch in die Hose gepressten Hemden. In Kombination mit Business verstehen wir also eine gekonnte Kombination, eine Balance zwischen Business und casual. Hört sich leicht an, ist es aber nur bedingt. Denn auch eine Kombination aus beiger Chinohose, farbigen Poloshirt und Bootsschuhen ist nicht automatisch Business Casual sondern eignet sich immer noch besser zum Sonntagstreff auf dem Golfplatz. Auch bei etwas, dass so leicht klingt ist also Vorsicht und Stilgefühl gefragt.

Also was sollte Mann tragen?

Fangen wir unten an und arbeiten uns Stück für Stück nach oben.

Die Schuhe sind einer der wichtigsten Stilgeber für das Business Outfit. Die beiden Extreme, zu spitze Schuhe und zu legere Schuhe wie Chucks, sollten vermieden werden. Stattdessen bieten sich für die kühleren Tage Chukka-Stiefel oder Chelsea Stiefel aus Leder an. Im Sommer stellen weiße low Sneaker aus den aktuellsten Kollektionen die perfekte Kombination dar. Im gleichen Atemzug sollte die Wahl der Socken erwähnt werden. Diese sind sowohl beim klassischen Anzug Outfit, wie auch beim Business Casual Outfit ein schwieriges Thema. Die Farbe der Socken sollte am besten eine Helligkeit zwischen Hose und Schuhen haben. Bei der Musterung gilt die Devise: Weniger ist mehr. Vielleicht findet sich die Farbe der Socken schließlich auch weiter oben in Form von einem Einstecktuch wieder.

Mit der Wahl der Hose kann die Persönlichkeit und das eigene Stilbewusstsein ausgedrückt werden. Als Business Casual Hosen gelten Baumwollchinos, Cordhosen und in manchen Fällen auch dunkle Denim Jeans Modelle. Es besser eine zu schicke Hose zu tragen als umgekehrt. Eine Jeans sollte wirklich nur kombiniert werden, wenn der Dresscode es zulässt.

Die richtige Wahl des Hemdes kann sich mitunter auch große Herausforderung darstellen. Nicht nur weil es zig verschiedene Passformen und Kragenstile gibt sondern auch weil hier ebenfalls auf eine gesunde Balance zwischen schick und casual geachtet werden muss. Ein Oxford-Hemd oder Hemden im Gingham-Karo Design mit Button-Down Kragen sind zeitlos und eigentlich immer eine gute Wahl. Diese sorgen für eine sportive Note. Hemden, die ohne Krawatte kombiniert werden müssen nicht zwingend ganz geschlossen sein. Das offenlassen der oberen zwei Knöpfe wirkt legere und frei. Für die kälteren Tage empfiehlt es sich einen schönen, schlichten Wollpullover darüber zu tragen. Das macht nicht nur warm sondern peppt das Outfit durch Farbe und Flair etwas auf. 

Steht die Wahl des Hemdes, dann geht es einen Schritt weiter. Ein Sakko rundet das Outfit ab und bietet viele Möglichkeiten den gesamten Look in eine bestimmte Richtung zu lenken. Einzelteile sind für einen casual Style besser geeignet als ganze Anzüge. Fein strukturierte Tweet Sakkos sind zeitlos und können die Formalität etwas vermindern. Basic Blazer in Grau und Marienblau können quasi zu jedem Outfit kombiniert werden. Metallknöpfe oder auffällige Muster sollten, wenn überhaupt, für einen anderen Anlass aufgespart werden.

Wer sich unsicher bezüglich der Farben im Outfit ist, der kann mit Grundfarben auf Nummer sicher gehen. Weiß, blau und beige sind dezent und leicht zu kombinieren. Mit einer beigen Chino Hose, einem blauen Sakko und einem weißen Hemd ist man immer ideal für das Büro gekleidet. Es wird Stilbewusstsein demonstriert aber wirkt dennoch, besonders im Kundenkontakt, nicht aufdringlich oder arrogant. Gürtel sollten stets eine hohe Qualität haben und in der Farbe der Schuhe kombiniert werden. Ebenfalls müssen andere Accessoires wie eine Uhr oder Brille zum Träger passen und sollten eher dezent sein damit der gesamte Look für sein Gegenüber nicht so aufgesetzt wirkt.

Eigentlich sollte schon gesunder Menschenverstand sagen, dass Knitterfalten und dreckige Kleidungsstücke ein No Go sind. Die Kleidung sollte stets auf Ziehfäden, Flecken oder auch lose Knöpfe überprüft werden um Peinlichkeiten und kritische Blicke im Büro zu umgehen.

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